Im Garten sind es meist Ringeltauben und Türkentauben, die Probleme machen: Sie picken frisch gesätes Saatgut, fressen junge Kohlpflanzen und Erbsen und räumen das Vogelhaus leer, bevor die kleinen Singvögel zum Zug kommen. Tauben aus dem Garten zu vertreiben verlangt deshalb andere Lösungen als am Haus – Beete und Bäume lassen sich nicht mit Spikes sichern.
Was bedeutet Tauben aus dem Garten vertreiben?
Tauben aus dem Garten vertreiben heißt, Beete, Rasenflächen, Obstbäume und Futterstellen so zu schützen, dass Tauben dort nicht mehr fressen und rasten – ohne die anderen Gartenvögel zu verscheuchen. Genau das macht die Aufgabe anspruchsvoll: Viele Maßnahmen gegen Tauben würden auch Meisen, Rotkehlchen und Amseln vertreiben.
Im Mittelpunkt stehen deshalb Lösungen, die gezielt bei den Tauben ansetzen: Netze über empfindlichen Kulturen, taubensichere Futterhäuser und bewegliche optische Vergrämung für größere Flächen.
Warum Tauben vertreiben im Garten wichtig ist
Ringeltauben treten oft in Gruppen auf und können ein frisch angelegtes Beet in kurzer Zeit leer fressen. Besonders gefährdet sind Saatgut, Keimlinge, Kohl, Salat, Erbsen und Beerensträucher. Auch Kirschen und andere Früchte werden angepickt.
Am Futterhaus verdrängen die großen Tauben die kleinen Singvögel und verschmutzen den Platz mit Kot. Wer im Winter Vögel füttert, lockt damit ungewollt einen ganzen Taubenschwarm an, der sich an den Ort gewöhnt und auch im Frühjahr die Beete heimsucht.
Tauben aus dem Garten vertreiben: So gehen Sie vor
Netze über Beeten und Sträuchern
Engmaschige Gemüse- und Vogelschutznetze über Beeten, Saatreihen und Beerensträuchern sind der zuverlässigste Schutz. Spannen Sie sie straff und fest am Boden, damit sich keine Vögel darin verfangen. Nach der Ernte oder wenn die Pflanzen kräftig genug sind, können die Netze wieder weg.
Futterhaus taubensicher machen
Ein taubensicheres Futterhaus hat nur kleine Durchschlupföffnungen oder ist von einem Gitter umgeben, durch das Meisen und Spatzen passen, Tauben aber nicht. Hängende Futtersäulen ohne große Sitzflächen sind ebenfalls ungeeignet für Tauben. Fegen Sie heruntergefallenes Futter regelmäßig weg.
Bewegliche Vergrämung für größere Flächen
Auf größeren Rasenflächen, in Obstwiesen oder Gemüsegärten hilft optische Vergrämung, die sich bewegt: eine bewegliche Vogelscheuche, ein Greifvogel-Drachen oder ein Ballon mit Augenmotiv. Versetzen Sie die Systeme alle paar Tage, damit keine Gewöhnung entsteht.
Wasser und Bewegungsmelder
Ein Rasensprenger mit Bewegungsmelder schreckt Tauben auf Beeten und Rasen zuverlässig auf und schadet niemandem. Er eignet sich besonders für Flächen, die gerade eingesät wurden.
Tipps und häufige Fehler
Der häufigste Fehler ist, Tauben unbeabsichtigt zu füttern – über offenes Vogelfutter, heruntergefallene Körner oder Hühnerfutter. Solange es im Garten etwas zu holen gibt, kehren die Tauben zurück. Bieten Sie Vogelfutter nur in taubensicheren Spendern an.
Ein weiterer Fehler ist der Griff zu Mitteln, die alle Vögel vertreiben. Ultraschall, laute Geräusche oder großflächige Abschreckung schaden der Artenvielfalt im Garten und wirken bei Tauben ohnehin kaum. Setzen Sie lieber gezielt auf Netze und taubensichere Futterstellen.
Und schließlich: Starre Attrappen, die monatelang am selben Platz stehen, werden schnell ignoriert. Bewegung und Standortwechsel sind entscheidend.
Fazit und weiterführende Informationen
Tauben aus dem Garten vertreiben gelingt am besten gezielt: Netze über Beeten und Sträuchern, Vogelfutter nur in taubensicheren Spendern und bewegliche optische Vergrämung auf größeren Flächen. So schützen Sie Saat und Ernte, ohne die übrigen Gartenvögel zu vertreiben.

